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ELTERN – 12 ANTWORTEN

Es antwortet Peter Jahn, Sicherheitsexperte der AKTION AUTOKINDERSITZ.

  1. Mein Kind mag nicht mehr im Kindersitz sitzen.
  2. Welcher Sitz für welches Kind?
  3. Sind geprüfte Kindersitze in jedem Auto verwendbar?
  4. Welche gebrauchten Kindersitze dürfen nicht mehr verwendet werden?
  5. Mein Kind will immer locker angeschnallt werden.
  6. Warum soll mein Baby möglichst lange rückwärts in der Babyschale mitfahren?
  7. Meine Rücksitzbank hat in der Mitte nur einen Zweipunktgurt. Wie viele Kinder kann ich transportieren?
  8. Mein Kind kippt beim Schlafen nach vorne.
  9. Brauchen Kinder im Taxi auch einen Kindersitz?
  10. Kann ich jeden Isofix-Kindersitz für die Isofix-Anschlüsse in meinem Fahrzeug verwenden?
  11. Sollte man nicht ohnehin nur Kindersitze kaufen, die bei Tests am besten abgeschnitten haben?
  12. Warum sind Kindersitze so teuer?

 

 



Mein Kind mag nicht mehr im Kindersitz sitzen.

Kinder unter 12 Jahren, die kleiner als 1,50 m sind, müssen mit geeigneten und amtlich genehmigten Kinderrückhalteeinrichtungen gesichert werden. Das schreibt die deutsche Straßenverkehrsordnung vor. Also: Wenn es um Leben und Gesundheit geht, gibt es keine Kompromisse. Schnallt sich Ihr Kind während der Fahrt selbst ab, halten Sie an einer sicheren Stelle an und gurten Sie Ihr Kind erneut an.
Achtung: Wer sein Kind im Auto nicht sichert, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro und einen Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister.

Tipp: Erwachsenengurte können für zu kleine Kinder tödlich sein. Wird das Kind nur mit einem Erwachsenengurt gesichert, kann es bei einem Unfall gefährlich verletzt werden, weil der Gurt in die Weichteile des Bauches oder am Hals einschneidet. Ist das Kind gar nicht gesichert, kann es beim Aufprall mit Gewalt durch die Frontschutzscheibe aus dem Fahrzeug geschleudert werden. Querschnittslähmung oder starke bleibende Behinderung können die Folge sein. Schützen Sie Ihr Kind deshalb mit dem richtigen Rückhaltesystem!

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Welcher Sitz für welches Kind?

Ausschlaggebend ist das Gewicht Ihres Kindes und weniger das Lebensalter.
Wählen Sie deshalb einen Sitz für den richtigen Gewichtsbereich (z.B. „9-18 kg“). Diese Angabe finden Sie auch auf dem ECE-Prüfetikett, das es an jedem Autokindersitz gibt.

Tipp: Lassen Sie den Kindersitz vor dem Kauf außerdem testweise im eigenen Fahrzeug einbauen, denn nicht jeder Kindersitz passt in jedes Fahrzeug. Überprüfen Sie, ob Sie mit der Anschnalltechnik zurechtkommen! Daneben sind auch die Körpergröße und Statur von Bedeutung. Ihr Kind sollte VOR dem Kauf unbedingt Probe sitzen!

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Sind geprüfte Kindersitze in jedem Auto verwendbar?

Leider lassen sich auch „universal“ zugelassene Kindersitze nicht in jedem Fahrzeug bzw. auf jedem Fahrzeugsitz wirklich gut befestigen. Zu kurze Fahrzeuggurte, zu lange Gurtschlösser und einige andere „Überraschungen“ verhindern manchmal die straffe und damit sichere Montage.

Tipp: Gehen Sie beim Autokindersitz-Kauf auf Nummer sicher! Kaufen Sie Kindersitze nicht via Internet oder im Versandhandel. Von guter Beratung hängt gerade bei Autokindersitzen im Ernstfall ein Menschenleben ab.

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Welche gebrauchten Kindersitze dürfen nicht mehr verwendet werden?

Pauschal gilt: Umso moderner ein Autokindersitz ist - umso sicherer ist er. Achten Sie auf jeden Fall bei einem gebrauchten Autokindersitz darauf, dass die Prüfnummer auf dem Prüfetikett mit 03 oder besser noch mit 04 beginnt. Die Zahlen stehen für die aktuelle Prüfnorm ECE R 44/03 oder 04. Alle anderen Sitze sind ab 8. April 2008 in Deutschland verboten.

Tipp: Gebrauchte Kindersitze sollten nur verwendet werden, wenn sicher ist, dass sie keine Schädigungen aufweisen. Verwenden Sie außerdem nie einen Sitz ohne Bedienungsanleitung, denn eine falsche Verwendung kann zu schlimmen Verletzungen beim Kind führen.

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Mein Kind will immer locker angeschnallt werden.

Das ist sehr gefährlich, denn lose Gurte machen den Sicherheitsgewinn durch den Kindersitz wieder zunichte. Kindersitz und Kind müssen immer so straff und so eng wie möglich befestigt werden. Schultergurte müssen dabei möglichst mittig über die Schulter geführt werden und der Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge.

Tipp: Prüfen Sie bei jeder neuen Fahrt, ob der Sitz am Fahrzeug und Ihr Kind im Sitz gut befestigt sind. Ziehen Sie Winteranoraks oder Mäntel vor dem Anschallen aus!

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Warum soll mein Baby möglichst lange rückwärts in der Babyschale mitfahren?

Erst wenn der Kopf des Babys den Schalenrand erreicht, ist es zu groß für die Babyschale. Bis dahin ist der Rückwärts-Transport der sicherste für Ihr Baby: Denn bei kleinen Kindern ist der Kopf im Verhältnis zum Körper sehr schwer. Der Rückwärts-Transport verhindert, dass beim Unfall Halswirbel verletzt werden oder Ihr Kind sogar querschnittsgelähmt wird. Ein Wechsel in ein vorwärts gerichtetes System sollte zudem erst erfolgen, wenn Ihr Kind wirklich gut sitzen kann.

Tipp: Schalten Sie unbedingt auf dem vorderen Beifahrersitz den Front-Airbag aus. Ihr Baby kann sonst beim Auslösen des Airbags tödlich am Kopf getroffen werden.

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Meine Rücksitzbank hat in der Mitte nur einen Zweipunktgurt. Wie viele Kinder kann ich transportieren?

Prüfen Sie zuerst, ob die Sitzbank überhaupt breit genug ist für drei Rückhaltesysteme nebeneinander. Achten Sie auch auf die Ausformung der Bank und die Lage der Gurte. Kaufen Sie für die Mitte einen Kindersitz, der speziell auch für Zweipunktgurte zugelassen ist. Wenn die Rücksitzbank dennoch zu schmal ist, lassen Sie ein Kind vorne im Kindersitz mitfahren.

Tipp: Schalten Sie bei Babyschalen und anderen rückwärts gerichteten Kindersitzen den Beifahrer-Airbag unbedingt aus! Bei vorwärtsgerichteten Systemen beachten Sie die Sicherheitshinweise zur Nutzung des Airbags im Fahrzeughandbuch.

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Mein Kind kippt beim Schlafen nach vorne.

Wenn Ihr Kind im Schlaf aus dem Sitz „kippt“, halten Sie lieber an einer sicheren Stelle an. Sorgen Sie mit einer seitlichen Abstützung, gepolsterten Einlagen oder einem Nackenkissen dafür, dass der Kopf des Kindes im Schlaf zwischen den Kopfstützen bleibt. Ihr Kind hat sonst bei einem Unfall ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Tipp: Moderne Kindersitze bieten durch Neigungsverstellungen und breite gepolsterte Ohren einen sehr guten Schlafkomfort.

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Brauchen Kinder im Taxi auch einen Kindersitz?

Ja, kündigen Sie deshalb der Taxizentrale am besten schon bei der telefonischen Bestellung die Zahl und das Alter der Kinder an. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Taxifahrer die vorgeschriebenen zwei Kindersitze, davon mindestens einen Sitz der ECE-Gruppe I (9 – 18 kg Körpergewicht/ca. 9 Monate bis 4,5 Jahre) bei sich führt.

Tipp: Bringen Sie eine Babyschale immer selber mit, denn diese müssen Taxis nicht haben.

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Kann ich jeden Isofix-Kindersitz für die Isofix-Anschlüsse in meinem Fahrzeug verwenden?

Nein! Schauen Sie unbedingt vor dem Kauf in die Fahrzeugtypenliste des jeweiligen Kindersitzmodells. Ein Kindersitz mit Isofix-System und Stützfuß darf nur in Fahrzeugmodellen verwendet werden, die dort vermerkt sind. Manche Isofix-Sitze brauchen in bestimmten Fahrzeugmodellen einen zusätzlichen oberen Haltegurt.

Tipp: Sprechen Sie Ihren Kindersitz-Fachhändler an, wenn Sie Fragen zu Isofix haben!

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Sollte man nicht ohnehin nur Kindersitze kaufen, die bei Tests am besten abgeschnitten haben?

Ein Testsiegersitz muss nicht zwangsläufig zu ihrem Kind, Ihrem Auto und Ihren persönlichen Bedürfnissen passen. Vergleichende Warentests, wie sie in Deutschland von Stiftung Warentest und ADAC durchgeführt werden, sind eine wertvolle Entscheidungshilfe, die Beratung vor Ort ersetzen sie nicht.

Tipp: Ein guter Kindersitz-Fachhändler kennt die Testergebnisse, aber auch die Vor- und Nachteile einzelner Produkte. Er baut Ihnen auf Wunsch auch den Sitz ein.

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Warum sind Kindersitze so teuer?

Gegenfrage: Wie viel darf es kosten, wenn Ihr Kind einen Verkehrsunfall ohne dauernde Beeinträchtigung seiner Gesundheit übersteht? Die moderne Kindersitztechnik wird immer besser, was allerdings seinen Preis hat. Umgerechnet auf den Monat kostet der hochwertige Schutz für Ihr Kind rund 3-4 Euro. In 12 Jahren sind das etwa 500-600 Euro. Zum Vergleich: Die passive Schutzausstattung eines Mittelklassewagens mit Airbag, Kopfstützen und Sicherheitsgurten kostet mindestens mehrere tausend Euro. Würden Sie daran sparen?

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